Bundesamt für Naturschutz

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Naturschutz, Fotografie, Ausstellung

Naturfotografien auf höchstem Niveau im Bundesamt für Naturschutz

  • Rund 70 Bilder aus dem Wettbewerb der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen
  • Gemeinsame Pressemitteilung der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen und des Bundesamtes für Naturschutz
Gänsesägerfamilie, Siegerbild im GDT-Wettbewerb Naturfotograf des Jahres 2016 (GNJ 2016)

Gänsesägerfamilie, Siegerbild im GDT-Wettbewerb Naturfotograf des Jahres 2016 (GNJ 2016) - Foto: Andreas Geh

Fähe mit Jungen

Beziehung - Foto: Gabi Marklein (Fähe mit Jungen)

Verbrannter Lorbeerwald

Neues Leben - Foto: Radomir Jakubowski (Verbrannter Lorbeerwald)

Bonn, 09. Mai 2016: Die Siegerfotos des aktuellen Mitgliederwettbewerbs der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen "GDT Naturfotograf des Jahres" zeigt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vom 13. Mai bis zum 30. September 2016 in seiner Bibliothek. Das Spektrum der rund 70 präsentierten Bilder reicht dabei vom Kormoran im Portrait über Nahaufnahmen von Insekten bis hin zu Landschaftsaufnahmen, die wie Gemälde wirken. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer öffentlichen Vernissage am Donnerstag, 12. Mai 2016, um 17.00 Uhr von BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel.

"Das BfN freut sich, bereits zum vierten Mal die hochwertigen Fotos des internen Wettbewerbs der GDT einem breiteren Publikum präsentieren zu können. Wir freuen uns besonders, dass das Gesamtsiegerfoto in diesem Jahr eine Art der Roten Liste zeigt und damit den Fokus auf die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten richtet, die gefährdet und vom Aussterben bedroht sind", sagt die BfN-Präsidentin anlässlich der neuen Ausstellung.

Das Siegerbild von Andreas Geh zeigt eine Gänsesägerfamilie. Zur Entstehung des Bildes erklärt Andreas Geh: "Ende Mai hatte ich am Lago Maggiore an einem Gebirgsfluss, der in den See mündet, jeden Morgen beim Fotografieren von Wasseramseln einen Gänsesäger beobachtet, der aus den Felsen kam und sich im Fluss mit seinen Jungen in Richtung See aufmachte. Mich rührte die Zuverlässigkeit und Fürsorge dieser Tiere an, und ich wollte fotografisch einfangen, wie die Küken in enger Bindung wie eine Perlenkette hinter dem Elterntier folgen."

Gänsesäger bevorzugen klare, gerne schnell fließende Flüsse mit Kiesgrund oder Seen und Küsten mit Baumbestand. Die Weibchen legen ihre Eier in Bruthöhlen ab, die sich durchaus in größerer Höhe befinden können. Bereits einen Tag, nachdem sie geschlüpft sind, verlassen die Küken das Nest und springen aus der Höhle. Flügelstummel und Füße werden dabei zum Abbremsen verwendet. Das Weibchen führt sie danach schnellstmöglich zum Wasser. Die Jungen können von Anfang an recht gut schwimmen. Dennoch transportieren die Weibchen die Kleinsten teilweise auf dem Rücken - gelegentlich sogar mehrere von ihnen. Obwohl sich der Bestand von Gänsesägern in Deutschland erholt hat, steht er nach wie vor als "stark gefährdet" auf der Roten Liste.

"Andreas Geh lebt im Hegau am Bodensee und fotografiert seit seiner Jugend. Seit 2003 betreibt er die Naturfotografie intensiv. Seit 2011 ist er Vollmitglied der GDT und engagiert sich aktiv in der GDT-Regionalgruppe Baden. Seine Bilder werden international über Agenturen vermarktet und sind regelmäßig in Vorträgen, Workshops und Büchern zu sehen. Mit seinen Bildern will er einen respektvollen Umgang und Schutz der Natur fördern. Schwerpunkte seiner Arbeit sind seine Heimat am Bodensee, die USA und Skandinavien.

Die Ausstellung zum Wettbewerb "GDT Naturfotograf des Jahres 2016" ist bis zum 30. September 2016 in der Bibliothek des BfN, Konstantinstraße 110 in 53179 Bonn-Rüngsdorf zu sehen.
Die Öffnungszeiten: montags bis freitags, jeweils 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr. An Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen.

Hintergrund
Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT): Nahezu jedes europäische Land hat einen Verein für Tier- und Naturfotografie. In Deutschland ist dies seit 1971 die GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.).

Seit 14 Jahren prämiert sie in ihrem internen Wettbewerb einzigartige und innovative Naturfotografien. Neben der künstlerischen Qualität und erfrischenden Sichtweisen richtet die GDT ihr Augenmerk vor allem auf die Authentizität der Bilder. Alle ausgezeichneten Bilder kommen ohne Manipulationen aus. Am aktuellen Wettbewerb haben sich 260 Fotografinnen und Fotografen mit knapp 4100 Bildern beteiligt. Nach einer Vorauswahl standen Anfang April 2016 schließlich je zehn Bilder in sieben Kategorien zur Wahl: Vögel, Säugetiere, andere Tiere, Pflanzen & Pilze, Landschaften, Atelier Natur und als Sonderkategorie "Naturgewalten".

Ausstellungskonzept des BfN

In der Bibliothek des BfN, der ältesten und größten Spezialbibliothek für Naturschutz in Deutschland, werden regelmäßig Ausstellungen präsentiert. Dabei erhalten vor allem die Künstlerinnen und Künstler ein Forum, die sich mit der Natur in all ihrer Schönheit und ihren Facetten auseinandersetzen.

Die Siegerfotos des Wettbewerbs zur Ansicht:

www.gdtfoto.de/seiten/gdt-naturfotograf-des-jahres-ergebnisse-2016.html

Die Siegerfotos in druckfähiger Auflösung können Medienvertreterinnen und -vertreter im Pressereferat des BfN anfordern. Der Kontakt: presse@bfn.de


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Letzte Änderung: 10.05.2016

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